Kunst und Antiquitäten in München

Die Kunst hatte in München immer schon einen großen Stellenwert. Schon bei der Architektur der Stadt, so wie man sie heute kennt, ging man im Vergleich zu vielen anderen Städten ganz andere Wege. Das kulturelle und kreative Erbe, das sich in vielen edlen Bauten, weiten und luftigen Plätzen und Straßenzügen sowie kunstvoll angelegten Parks und Gärten widerspiegelt, hat seine Wurzeln in einer Zeit vor rund 300 Jahren, als eine hiesige Adelige, Prinzessin Violenta Beatrix, einen Florentiner Spross der Medici-Dynastie ehelichte. Es gab zwar keine menschlichen Erben aus dieser Verbindung, aber einen immensen Kulturaustausch. Nach und nach veränderte sich das Stadtbild Münchens ganz nach dem mondänen und edlen Vorbild der damaligen Republikstadt Florenz. Nicht umsonst nennt man München auch heute noch die nördlichste Stadt Italiens. Auch sonst hat sich die Kunst und seine verschiedenen Spielarten und Ausdrucksformen einen wichtigen Platz im Stadtleben gesichert. Einrichtungen wie die insgesamt fünf

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Pinakotheken, die Akademie der Bildenden Künste, die sehr zahlreichen Galerien, kleinen und großen Bühnen für Theater, Kleinkunst und Musik – all das trägt zu der bekannt hohen Lebensqualität in Bayerns Landeshauptstadt bei. München holt in Deutschland beinahe schon in Reihe die Spitzenposition und im weltweiten Vergleich im Lebensqualitäts-Ranking nimmt man zusammen mit Vancouver (Kanada) und Auckland (Neuseeland) immerhin den dritten Rang ein. Besonders augenfällig ist dabei, dass in München nicht nur die große Kunst seinen gebührenden Platz bekommt, sondern auch die Kleinkunst. Ein Karl Valentin, zusammen mit seiner kongenialen Spielpartnerin Liesl Karlstadt, wird mit seinen absurden und beinahe schon dadaistisch anmutenden Filmen und Theaterstücken für immer untrennbar mit dieser Weltstadt in Verbindung stehen. Man kümmert sich aber nicht nur um die Pflege alter Traditionen, die Akademien, Ateliers und Galerien sind fortwährend ein unerschöpflicher Quell von jungen, aufstrebenden Talenten, die in München ihre ersten künstlerischen Fußabdrücke hinterlassen.

Museen in München

Deutsches Museum

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Das „Deutsche Museum“ ist das in Bezug auf die Ausstellungsfläche weltgrößte Museum im Bereich Naturwissenschaften und Technik. Insgesamt sind etwa 28.000 Exponate und Objekte auf rund 25 qkm Fläche ausgestellt und locken pro Jahr ca. 1.5 Mio. Menschen an. Dabei befinden sich die Ausstellungshallen nicht nur am Hauptstandort München, sondern auch in Oberschleißheim und Bonn. Das Hauptgebäude wurde nach der Gründung im Jahr 1903 erstmals und 1925 sowie nach Kriegsende 1948 wiedereröffnet. Die Gründungsgeschichte ist eng mit dem bekannten Münchner Bauingenieur Oskar von Miller verbunden. Es werden in den Ausstellungsbereichen des Deutschen Museums alle naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen und Fachbereiche wie Astronomie, Bergbau, Chemie, Informatik, Kraftmaschinen, Luft- und Raumfahrt etc. bedient. Die bekanntesten Objekte und Exponate sind:

Bekannte Ausstellungsstücke und Experimente:

      •  Der Faradaysche Käfig (1835)
      • Das foucaultsches Pendel (1851)
      • U 1 (Kaiserliche Marine) (1906)
      • Junkers F13 (1919)
      • Großes Planetarium (1925, erstes Projektionsplanetarium weltweit)
      • Versuchsaufbau der Entdeckung der Kernspaltung durch Otto Hahn und Fritz Straßmann (1938)
      • Bathyscaph Trieste (1953)

Die Pinakotheken – u. a. Alte Pinakothek / Neue Pinakothek / Pinakothek der Moderne

Diese drei Museen, die zusammen mit zwei weiteren kleineren Museen in München die Pinakotheken bzw. das „Kunstareal“ bilden, müssen alle in einem Atemzug genannt werden. Die Alte Pinakothek wurde 1836 eröffnet, stellt speziell Malerei des Zeitraumes Mittelalter bis Mitte des 18. Jahrhunderts aus und hat sich weltweiten Ruf erarbeitet. Während die Neue Pinakothek die Reihe der Kunst bis einschließlich zum Beginn des 20. Jahrhunderts fortsetzt, kümmert sich die Pinakothek der Moderne, wie der Name schon sagt, um die Werke des 20. und auch 21. Jahrhunderts. Der Startschuss der Alten Pinakothek erfolgte bereits in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts unter Herzog Wilhelm IV. In allen Teilmuseen der Pinakotheken sind die Räumlichkeiten nach den Herkunftsländern der jeweiligen Künstler unterteilt und bilden einen durchweg sehr guten und aussagekräftigen Querschnitt durch alle Kunstepochen, die sich historisch aus dem Mittelalter heraus und den darauffolgenden Zeiten entwickelt haben.

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Berühmte Gemälde in den Pinakotheken:

    • Madonna mit der Nelke von Leonardo da Vinci (1478, Alte P.)
    • Die vier Apostel von Albrecht Dürer (1526, Alte P.)
    • Das große jüngste Gericht von Peter Paul Rubens (1817, Alte P.)
    • Der alte Poet von Carl Spitzweg (1839, Neue P.)
    • Blick auf Arles von Vincent van Gogh (1889, Neue P.)
    • Margaret Stonborough-Wittgenstein von Gustav Klimt (1905, Neue P.)
    • Kreuzigung von Francis Bacon (1965, Moderne)
    • Das Ende des 20. Jahrhunderts von Joseph Beuys (1983)
    • Aids(Jeep/Bicycle von Andy Warhol (1986)

Quellen:
https://www.pinakothek.de
https://www.pinakothek.de/besuch/alte-pinakothek
https://www.pinakothek.de/besuch/neue-pinakothek,
https://www.pinakothek.de/besuch/sammlung-moderne-kunst- der- pinakothek-der-moderne

Kunsthochschulen in München

Akademie der Bildenden Künste München

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Die Akademie der Bildenden Künste München nimmt sowohl in seiner Bedeutung als auch in seiner Historie eine sehr prominente Stellung in Deutschland ein. Sie wurde zwar bereits im Mai 1808 gegründet, die Wurzeln jedoch gehen bis Mitte/Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Damals eröffnete Kurfürst Maximilian III. Joseph die „Zeichnungsschule“, die offiziell als „Zeichnungs Schule respective Maler und Bildhauer academie“ geführt wurde. Die Studierenden können heute hauptsächlich in den Bereichen der freien Kunst, zu der die Bildhauerei, Bühnenbild und -kostüm, Fotografie, Glas, Goldschmiedekunst, Grafik, Keramik, Malerei und die Medienkunst gehören sowie in der Kunstpädagogik mit den Einzeldisziplinen Bildhauerei, Grafik, Malerei und Medien ihre Abschlüsse machen. Zusätzlich gibt es den Studiengang Innenarchitektur sowie viele weitere studiengang- und klassenübergreifende Lehrangebote (z. B. Radierung, Gipsgießen und Stuck oder Steinbildhauerei). Die Akademie verleiht für besondere Leistungen etliche Stiftungspreise wie den Examenspreis Kunstpädagogik für herausragende künstlerische Leistungen.

Hochschule für Musik und Theater München

Als eine der größten kulturell ausgerichteten Hochschulen bildet die Hochschule für Musik und Theater München über 1.000 Studierende aus. Sie wurde 1846 gegründet und hat seinen Sitz im ehemaligen „Führerbau“ der NSDAP. Der Bildungsbetrieb wurde nach und nach auf insgesamt fünf Außenstellen ausgeweitet. Die Hochschule beherbergt insgesamt elf fachbezogene Institute wie

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beispielsweise die BallettAkademie, das Jazz-Institut oder das Institut für Kulturmanagement und Medien, das selbst wiederum in die Bereiche Musikjournalismus/Medien und Kulturmanagement unterteilt ist. Die Zahl elf spielt auch bei der Anzahl der an der Hochschule angegliederten Chöre, Orchester und Ensembles eine Rolle. Auch hier ist das Programm zwischen Salsa, Jazz und Madrigal-Musik recht breit gefächert. Aktuell unterliegt die Hochschule der Leitung des Musikwissenschaftlers und Komponisten Bernd Redmann.

Kunstverein in München

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Der Kunstverein München besteht seit 1823 und hat als gemeinnütziger Verein mittlerweile rund 1.000 Mitglieder. Hauptziel ist die Vermittlung Zeitgenössischer Kunst. Dies möchte der im Münchner Hofgarten stationierte Verein über Ausstellungen, Vorträge, Filmvorführungen und Kunstreisen bewerkstelligen und bringt regelmäßig eigenständige Druckwerke über das aktuelle Vereins- und Kunstgeschehen heraus. Der k.m, so die Kurzform des Kunstvereins München, zeigt sich in der Arbeit sehr aktiv und präsentiert in seinen Räumlichkeiten dauerhaft Ausstellungen aus allen gängigen, modernen Kunstgenres. Dabei wurden in den vergangenen Jahren unter anderem Werke von Nate Boyce (Polyscroll I, II, III, IV, 2016), La Voix Humaine (2014), Dexter Sinister (On a universal serial bus, 2015) oder Jessica Warboys (Neap Tide, 2016) gezeigt, zudem werden jeweils Jahresgaben veröffentlicht.

Bedeutende Künstler mit Bezug zu München

    • Karl Valentin, 4.6.1882 – 6.2.1948, Komiker, Volkssänger und Filmproduzent, sehr bekannter deutscher Komiker mit Hang zum Absurden, stilbildend für viele weitere Komikergenerationen, Kurzfilme u. a. „Im Schallplattenladen“, „Im Photoatelier“ und „Orchesterprobe“.
    • Liesl Karlstadt, 12.12.1892 – 27.7.1960 (geb. als Elisabeth Welleno), deutsche Schauspielerin und Kabarettistin, kongeniale und langjährige Spielpartnerin von Karl Valentin, mit dem sie zig gemeinsame Film- und Theaterprojekte umgesetzt hat.
    • Gerhard Polt, geb. 7.5.1942, deutscher Kabarettist, Schauspieler, Filmproduzent, bekannt durch Filme wie „Man spricht deutsh“ oder „Herr Ober!“, erhielt zudem mehr als 30 Kabarett- und Kleinkunstpreise.
    • Carl Orff, 10.7.1895 – 29.3.1982, deutscher Komponist und Musikpädagoge, das bekannteste von ihm konzipierte und produzierte Stück ist die szenische Kantate „Carmina Burana“, ebenso bekannt durch sein Engagement zum Thema Musik für Kinder über die Orff-Schulwerke.
    • Franz von Lenbach, 13.12.1836 – 6.5.1904, deutscher Maler, bekannt geworden vor allem durch seine Porträtmalerei (dabei u. a. Porträts von Otto von Bismarck, Kaiser Wilhelm I. und II.), erhielt von Kunsthistorikern den Beinamen „Münchner Malerfürst“.
    • Carl Spitzweg, 5.2.1808 – 23.9.1885, deutscher Maler, bekannt geworden durch seine Spezialität der ironischen Pointenbilder, das bekannteste Werke daraus ist „Der arme Poet“, erstellte zudem viele Zeichnungen und Skizzen, u. a. auch für die „Fliegenden Blätter“, einer humoristischen Wochenschrift (1845 – 1944).
    • Ludwig II. (Otto Friedrich Wilhelm von Wittelsbach) König von Bayern, 25.8.1845 – 13.6.1886, geboren in München, bekannt geworden als „Märchenkönig“ und als leidenschaftlicher und kulturell herausragender Schlossbauherr (Neuschwanstein, Herrenchiemsee, Linderhof)